Behandlung von Lippenherpes: Wann hilft eine Herpes-Creme?

Mehr als 3 Milliarden Menschen sind mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 1 infiziert1, das Lippenherpes auslöst. Eine vollständige Heilung ist derzeit nicht möglich: Das Virus verbleibt inaktiv in den Nervenzellen nahe dem Rückenmark und bricht bei etwa 30–40 % der Infizierten regelmäßig aus – manchmal mehrmals im Jahr. Dann sind rezeptfreie Herpes-Cremes in der Regel ein bewährtes Mittel zur Selbstmedikation.

Herpes-Cremen oder Pflaster gegen Herpes können die Erkrankung nicht verhindern; sie können jedoch die Symptome mildern. Insbesondere wenn eine Creme gegen Lippenherpes bereits beim ersten Anzeichen einer Infektion aufgetragen wird, kann sie Schmerzen und Juckreiz lindern und den Heilungsprozess beschleunigen.

Medikamente gegen Herpes: Creme, Tabletten oder Kombipräparate?

Die Pharmazie bietet verschiedene Mittel gegen Lippenherpes. Cremes und Pflaster gehören zu den gängigsten Darreichungsformen.

Tabletten haben im Vergleich zu Cremes gegen Herpes den Vorteil, dass sie gegebenenfalls weniger oft eingenommen werden müssen. Sie müssen jedoch von einem Arzt verschrieben werden. Im Gegensatz dazu sind Herpes-Cremes in der Apotheke auch ohne Rezept erhältlich. In sogenannten Kombipräparaten ist dem Wirkstoff gegen Lippenherpes zusätzlich Cortison in der Creme beigemischt.

In unserem Ratgeberartikel zu Herpes-Medikamenten im Überblick stellen wir Ihnen typische Darreichungsformen und deren Wirkstoffe vor.

Wie wirkt eine Herpes-Creme gegen die Infektion?

Anti-Herpes-Cremes, die in der Apotheke ohne Rezept erhältlich sind, enthalten zumeist Wirkstoffe wie Penciclovir oder Aciclovir. Sie haben eine virostatische Wirkung, das heißt, sie verhindern die weitere Ausbreitung der Viren. Somit unterstützen virushemmende Präparate gegen Herpes das Immunsystem im Kampf gegen die Infektion.

Fenivir Fieberblasencreme und Fenivir abdeckende Fieberblasencreme enthält den Wirkstoff Penciclovir, der die Vermehrung der Viren stoppt, den Schmerz lindert und die Heilungsdauer verkürzt.

Wie wird eine Creme gegen Lippenherpes korrekt angewendet?

Eine Creme gegen Lippenherpes wird direkt auf die von Herpes betroffenen Stellen aufgetragen, und zwar mehrmals täglich. Ist es Ihnen wichtig, die Herpes-Creme möglichst diskret zu verwenden, können Sie zu Produkten wie Fenivir 1% Fieberblasencreme abdeckend greifen.

Wichtig: Bemerken Sie Herpes an der Lippe, ist die Creme schnellstmöglich aufzutragen – am besten innerhalb von 24 Stunden nach dem ersten Anzeichen (Kribbeln, Brennen, Spannungsgefühl etc.). So wird die Ausbreitung der Viren bestmöglich gehemmt. Fenivir wirkt aber auch noch während der Bläschenphase.

Die Creme zur Herpes-Bekämpfung können Sie mit einem Wattestäbchen auftragen. So verhindern Sie, dass das Virus sich über Ihre Hände auf weitere Bereiche des Körpers ausbreitet. Trotzdem gilt: Nach der Herpes-Behandlung sollten Sie sich immer gründlich die Hände waschen.

Wann reicht bei Herpes eine Creme aus der Apotheke nicht mehr aus?

In den allermeisten Fällen heilt Lippenherpes von allein ab. Mit einer Herpes-Creme unterstützen und beschleunigen Sie den Heilungsprozess. Bitte beachten Sie die individuellen Hinweise, wann trotz Anwendung ein Arzt aufgesucht werden soll, da keine Besserung eintritt oder sogar eine Verschlimmerung auftritt. Gleiches gilt, wenn sich die Infektion immer weiter ausbreitet und von den Lippen auf andere Körperstellen übergeht.

Bitte bedenken Sie, dass auch die beste Creme gegen Herpes keine vollständige Heilung bewirken kann. Deswegen spielt neben der Behandlung mit einer Creme für die Herpes-Bekämpfung immer auch die Herpes-Vorbeugung eine wichtige Rolle. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie häufig von Herpesinfektionen betroffen sind. Sehen Sie sich die weiterführenden Hinweise dazu an, wie Sie Lippenherpes vorbeugen können.


1https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2009/daz-4-2009/lippenherpes-tipps-damit-die-lippen-nicht-aufbluehen

Bei diesem Artikel handelt es sich um allgemeine Erklärungen zur Vorbeugung von Herpeserkrankungen. Fenivir  Fieberblasencreme  und Fenivir 1% Fieberblasencreme abdeckend wurden ausschließlich zur Anwendung bei Lippenherpes entwickelt und können daher nicht zur Behandlung von Genitalherpes genutzt werden.